Gestern, Donnerstag, wurde der arbeitsrechtliche Teil des neuen Homeoffice-Gesetzes im Sozialausschuss behandelt und verabschiedet. Damit das Gesetz am 1. April wirklich in Kraft treten kann, muss es allerdings noch den Nationalrat und den Bundesrat im März passieren. Am 25. März soll im Nationalrat über den sozialversicherungsrechtlichen Teil beraten werden, der steuerrechtliche Teil wurde bereits Ende Februar im Nationalrat beschlossen.

 

Enges Zeitkorsett

Somit bleibt es bis zum Schluss spannend, ob die Ankündigung des Homeoffice-Gesetzes mit Wirksamkeit 1. April nun Realität oder ein Aprilscherz wird. Abgesehen von den engen Fristen zur Verabschiedung des Gesetzes gilt ganz allgemein, dass es keine Überbrückungsfrist gibt und die Arbeitgeber somit unter Zugzwang stehen. Denn die Bestimmungen gelten dann ab sofort mit 1. April und sind auch so anzuwenden.

Spät aber doch

Bei aller Kritik an der Kurzfristigkeit haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit diesem neuen Gesetz nun doch eine ganz gute Rechtsbasis, um die Heimarbeit zu regeln. Ein Jahr nach Corona hat sich Homeoffice weit in der Arbeitswelt durchgesetzt und wird auch lange nach der Krise fixer Bestandteil des Arbeitslebens bleiben. Für ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis braucht es klare Regeln und die werden damit geschaffen.

Umsetzung liegt beim Arbeitgeber

Diese Rahmenbedingungen müssen nun schnellstmöglich im betrieblichen Alltag umgesetzt werden. Die Arbeitgeber sind nun gefordert, bestehende Vereinbarungen auf Kompatibilität zu prüfen oder endlich das Versäumnis einer geregelten Vereinbarung nachzuholen.

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Homeoffice für Risikogruppen

Vor allem, wenn man viele Arbeitnehmer aus Risikogruppen beschäftigt hat, ist Homeoffice die einzige Möglichkeit, diese Mitarbeiter im Betrieb weiter zu beschäftigen. Denn auch die Risikogruppen-Verordnung wird vermutlich verlängert und diese besagt, dass Mitarbeiter, die einer Risikogruppe angehören, ein Recht auf Homeoffice haben. Wenn Heimarbeit nicht möglich ist, dann müssen Arbeitnehmer der Risikogruppe freigestellt werden.

Der richtige Zeitpunkt

Daher einmal mehr: Jetzt ist der Zeitpunkt, wo alle Betriebe rechtssichere Homeoffice-Rahmenbedingungen in ihren Betrieben schaffen sollten. Dazu gibt es nützliche Checklisten und Homeoffice-Mustervereinbarungen, die diesen Prozess beschleunigen und Rechtssicherzeit bieten.

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