Am 1. Februar soll die Impfpflicht in Kraft treten. Was das arbeitsrechtlich bedeutet ist noch weitgehend ungelöst. Während Arbeitsminister Kocher 3G am Arbeitsplatz nach wie vor verteidigt mehren sich die Rufe nach 2G auch am Arbeitsplatz. Wie etwa von der Stadt Wien und Gesundheitsstadtrat Hacker unlängst gefordert.

Betriebe preschen vor

Einige Betriebe lösen das Thema bereits selbst. Etwa hat die Fluglinie Austrian Airlines kürzlich verlautbart, ab März 2G für das gesamte fliegende Personal einzuführen. Für Personal auf Langstreckenflügen gilt dies jetzt schon. Warum kann ein Betrieb bereits jetzt schon, noch vor der allgemeinen Impfpflicht, 2G am Arbeitsplatz erlassen?


Berechtigtes Interesse schon jetzt Grund für Impfpflicht am Arbeitsplatz

Arbeitgeber dürfen bereits jetzt eine Impfung verlangen, wenn ein sogenanntes „berechtigtes Interesse“ besteht und kein gelinderes Mittel – wie etwa Homeoffice – möglich ist oder nicht ausreichen. Was aber kann nun so ein „berechtigtes Interesse“ sein? Da liegt der Teufel im Detail und es gilt dies sorgfältig abzuwägen. Im Gesundheitsbereich könnte dies regelmäßiger Kontakt zu vulnerablen Gruppen sein.

Impfpflicht versus Sorgfaltspflicht

Jedenfalls muss sich jeder Geschäftsführer und Personalverantwortliche umfangreiche Gedanken machen, wie mit dem Thema „Corona-Schutz“ am Arbeitsplatz und im Betrieb umgegangen wird. Denn immerhin gilt es einerseits die Aufrechterhaltung des Betriebes sicherzustellen und andererseits haben Arbeitgeber eine Sorgfaltspflicht gegenüber Ihren Arbeitnehmern. Eine Abwägung der Risiken und berechtigten Interessen ist daher unausweichlich und sollte schnellstens durchgeführt werden. Gerade die aktuelle Coronawelle, durch die hochansteckende Variante Omikron verursacht, führt uns vor Augen wie wichtig es ist den Betrieb gegen Corona abzusichern und die Belegschaft zu schützen.


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