Corona_Kurzarbeit
Diese Woche wurde die Phase 4 der Corona-Kurzarbeit beschlossen. Bis Ende Juni wird somit den Betrieben in Österreich weiterhin das bewährte Modell der Kurzarbeit als Unterstützung in der Corona-Krise ermöglicht.
 

Die Details zur Kurzarbeit 4.0

Die aktuelle Regelung des 3. Kurzarbeitsmodells soll im Allgemeinen gleich bleiben. Was jedenfalls bleibt, ist die Nettoersatzrate von 80 bzw. 90 Prozent des Einkommens für Arbeitnehmer. Die maximale Reduktion der Arbeitszeit bleibt ebenso gleich hoch mit 30 Prozent bzw. auch null Prozent für Branchen, die aufgrund von Lockdown-Maßnahmen behördlich geschlossen sind.

Hilfreiche Unterstützung oder versteckte Arbeitslosigkeit?

Derzeit ist die Kurzarbeit in der aktuellen Form mehr als nötig und wird auch noch gerne von den Betrieben in Anspruch genommen. Mit Stand 16. Februar 2021 waren mehr als 465.000 Personen in Kurzarbeit – um 16.000 mehr als in der Woche zuvor. Auf Dauer kann die Kurzarbeit aber keine Lösung sein, daher wird es ab Juli einen schrittweisen Ausstieg aus dem Modell geben – so die Verlautbarung der Regierung.


Konkrete Bedeutung im betrieblichen Alltag

Ob man die Kurzarbeit in seinem Betrieb nun auch in Phase 4 in Anspruch nimmt, muss sorgfältig abgewogen werden. Denn abgesehen von den weiterhin nötigen wirtschaftlichen Begründungen, Plausibilisierungen und Weiterbildungsmaßnahmen ist es wichtig zu entscheiden, ob die Arbeitsplätze ab Sommer wieder voll benötigt werden und somit finanziert werden können. Natürlich wird es auch weiterhin für unmittelbar durch behördliche Schließungen betroffene Branchen Unterstützungen geben. Allen anderen Betrieben sei jedoch geraten, Überlegungen für die Zukunft der Betriebsorganisation anzustellen.

Tipp: Einen raschen Überblick über das neue Kurzarbeits-Modell sowie eine mögliche Verlängerung oder Beendigung der Kurzarbeit liefert etwa das Online-Seminar „Corona-Kurzarbeit NEU“ am 8.3.2021.

Meistgelesen