Seit Ende Jänner ist ein neuer Stern am Himmel der Social Media Apps aufgegangen: Clubhouse, eine reine Audioplattform für Live-Talks von jedem – oder fast jedem. Denn es bedarf eines iPhones und einer Einladung. Man kann das Clubhouse somit nur betreten, wenn man eingeladen wird und über ein Apple Gerät verfügt. Derzeit gibt es noch keine Version der App für Android User.
Am Puls der Zeit – Mangelware Kontakte

Nicht umsonst steckt im Namen das Wort „Club“: Es könnte ein Verweis auf die derzeit geschlossenen Clubs oder die nicht vorhandenen Networking-Möglichkeiten auf Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen sein. Und genau damit – echtem Austausch, live gesprochen mit realen Personen – trifft die Social App das Bedürfnis dieser Zeit, der Zeit von „physical distancing“ und Corona-Kontakt-Mangel.

Jeder kommt zu Wort

In Räumen, die von Moderatoren – und jeder kann die Rolle des Moderators einnehmen – geplant werden, gibt es von den Speakern quasi Live-Podcasts zu hören. Auch Speaker kann jeder werden – ein Handzeichen genügt und der Moderator holt einen auf die Bühne zur Wortspende. So kann es schon vorkommen, dass man plötzlich mit Wirtschaftsgrößen wie Thomas Arnoldner von A1 oder dem neuen Arbeitsminister Martin Kocher diskutiert. Die Themen spannen sich dabei von Wirtschaft und Politik über Digitalisierung und Leadership bis hin zu Personality und Gesundheit.

Was kommt, was bleibt?

Was ist nun aber spannend für Unternehmen und was bleibt nach dem großen Hype? Diese Frage stellen sich derzeit so manche Berater und Marketingverantwortliche der Nation. Kurz gesagt: Man weiß es noch nicht. Die App befindet sich noch in einer Beta-Version und ist auch immer wieder Kritik von Datenschützern ausgesetzt. Ähnlich wie beim großen Run auf Zoom im ersten Lockdown vor fast einem Jahr hostet auch Clubhouse einige Anwendungen in China. Und bekanntlich steht es um das Recht auf Privacy in China nicht ganz so gut, wie wir das in Europa gewohnt sind.

Selbstpositionierung und Themencheck

Aber dennoch – Clubhouse ist aus unserer Sicht gekommen, um zu bleiben. Neben der Positionierung eines Themas lässt sich Clubhouse gut für Marktforschung und Produktentwicklung nutzen, also etwa, um Themen auf ihre Massentauglichkeit zu testen, je nachdem, wie viele Zuhörer man damit begeistern kann. Direkt gibt es derzeit noch keine Möglichkeit der schriftlichen Interaktion oder der Leadgenerierung – dazu muss man Umwege über den Instagram-Chat oder Twitter gehen.

Auch Forum ist im Clubhouse

Wir bleiben jedenfalls gespannt im Clubhouse und talken weiter! An alle Interessierten, die auf Clubhause sind: Jeden Dienstag oder Donnerstag gibt es unser Clubhouse-Forum zu den Top-Themen der Wirtschaft in Österreich – einfach unserer Geschäftsführerin Alexandra Vetrovsky-Brychta folgen und immer am Laufenden zu den Forum-Talks bleiben.

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