heinz popovic

Die Digitalisierung ist ihm sozusagen in die berufliche Wiege gelegt. Nach Stationen als IT-Leiter von verschiedenen Unternehmen berät und begleitet Heinz Popovic heute Unternehmen, Start-ups und andere Organisationen bei der Entwicklung von digitalen Lösungen. Sein letzter Clou: Novid20, Founder. Auch als Investor und Querdenker schlägt sein Herz für die Digitalisierung.

#lernenausderkrise ist Österreichs erste Corona Deep Dive Learning Initiative über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Unternehmen. Was hat Sie dazu bewogen, bei dem Projekt mitzuwirken?

Heinz Popovic: Ich habe schon als Co-Founder der novid20.org an einem ehrenamtlichen Projekt anlässlich der Corona-Krise mitgewirkt. Bei dem Projekt #lernenausderkrise konnte ich spezifisch meine Kenntnisse zum Thema Digitalisierung einbringen und einen weiteren Beitrag leisten.

Unterschiedliche Branchen sind auch unterschiedlich stark von der Krise betroffen: Welche Stimmung konnten Sie bei Ihren Interviews wahrnehmen?

Heinz Popovic: Meine Interviewpartner waren durchwegs positiv und motiviert. Mein Thema hat mich allerdings hauptsächlich mit Branchen und Unternehmen zusammengebracht, welche die Krise positiv meistern konnten und zumindest nicht zu den Verlieren gehören.

Insbesondere der erste Lockdown im März stellte Unternehmen vor große Herausforderungen, Flexibilität und Innovation waren die großen Schlagworte. Wie kamen die von Ihnen befragten Unternehmen mit diesen Punkten zurecht?

Heinz Popovic:  Die meisten Unternehmen mussten noch etwas lernen, aber alle haben es sehr schnell geschafft. Einige waren bereits perfekt vorbereitet.

Gibt es eine außergewöhnliche Geschichte aus der Praxis, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und die Sie mit uns teilen können?

Heinz Popovic: Wenn Mitarbeiter Dokumente ausdrucken, dann einscannen und per E-Mail verschicken, haben sie Digitalisierung nicht verstanden.

Mit der Initiative soll auch eine gegenseitige Unterstützung geschaffen werden – Unternehmen teilen ihre Erfahrungen, damit auch andere davon lernen können. Haben Sie den Eindruck, die Wirtschaft ist durch die Krise näher zusammengerückt?

Heinz Popovic: Unternehmen sind zum Teil näher zusammengerückt, die Politik und ihre verbundenen Organisationen allerdings nicht. Hier konnte ich hauptsächlich Lippenbekenntnisse, schlechte Lösungen und enorme Verschwendung orten. Sehr schade!

Was macht die Erkenntnisse, die Sie bei Ihren Interviews gewinnen konnten, auch für andere Krisen so nützlich?

Heinz Popovic: Klimawandel, Corona, kranke Systeme u.v.m. – alles wird früher oder später zu Krisen führen und je mehr Übung wir in Krisen haben, desto besser werden wir sie meistern können.

Warum sollte das Arbeitsbuch „Lernen aus der Krise“ Ihrer Meinung nach in keinem österreichischen Unternehmen fehlen?

Heinz Popovic: Diesbezüglich kann ich vor allem über mein Kapitel Digitalisierung sprechen: Für den Bereich Digitalisierung sollte jedes Unternehmen sehen, wo sie stehen. Wenn sie weit genug vorangegangen sind, werden sie sich in Zukunft leichter tun.

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