Präsenz im Großraumbüros, pendeln quer durch Europa, quälend langweilige und starre Meetings statt flexible und effiziente Kooperation.“ , sagt Herbert Steinhauser, Experte von HR, Geschäftsführer der ISG

#lernenausderkrise ist Österreichs erste Corona Deep Dive Learning Initiative über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Unternehmen. Was hat Sie dazu bewogen, bei dem Projekt mitzuwirken? 

Herbert Steinhauser: Die Überzeugungskraft und Energie von Katharina Sigl.

Unterschiedliche Branchen sind auch unterschiedlich stark von der Krise betroffen: Welche Stimmung konnten Sie bei Ihren Interviews wahrnehmen?

Herbert Steinhauser: Natürlich sind die Stimmungslagen ebenso unterschiedlich. Gemeinsam aber ist die durchgängige Suche nach Lösungen und konstruktiven Handlungen gewesen.

Insbesondere der erste Lockdown im März stellte Unternehmen vor große Herausforderungen, Flexibilität und Innovation waren die großen Schlagworte. Wie kamen die von Ihnen befragten Unternehmen mit diesen Punkten zurecht?

Herbert Steinhauser: Sachlich und inhaltlich sind die Unternehmen gut zurechtgekommen. Die größten Herausforderungen lagen in den emotionalen Themen und im Umgang mit der Ungewissheit.

Gibt es eine außergewöhnliche Geschichte aus der Praxis, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und die Sie mit uns teilen können?

Herbert Steinhauser: Am meisten beeindruckt mich die Innovationskraft von Menschen in Krisensituationen. Das drückt sich besonders in der sehr raschen Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen aus. Was vorher einen jahrelangen Prozess benötigt hat, geht momentan in Wochen und Monaten.

Mit der Initiative soll auch eine gegenseitige Unterstützung geschaffen werden – Unternehmen teilen ihre Erfahrungen, damit auch andere davon lernen können. Haben Sie den Eindruck, die Wirtschaft ist durch die Krise näher zusammengerückt?

Herbert Steinhauser: Das sehe ich leider nicht so. Der Fokus liegt meiner Beobachtung nach noch sehr stark auf der Bewältigung der eigenen Problemstellungen und weniger auf übergreifender Kooperation. Jedenfalls aus jetziger Sicht.

Warum sollte das Arbeitsbuch „Lernen aus der Krise“ Ihrer Meinung nach in keinem österreichischen Unternehmen fehlen?

Herbert Steinhauser: Weil es gerade in solchen Zeiten wichtig ist sich aktiv Inspiration zu holen.

 

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