Eine junge Frau filmt eine Gruppe von Personen in einem Raum.

Wie kann ein Unternehmen aus der Masse hervorstechen, Emotionen wecken und sich authentisch präsentieren? Eine gute Möglichkeit dafür ist ein Imagefilm. 

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie in 6 Schritten einen perfekten Imagefilm erstellen. Anhand eines Lehrbetriebs veranschaulichen wir, wie Sie Ihre Zielgruppe ansprechen, Ihre Marke stärken und Ihre Botschaft klar vermitteln. 

Inhaltsverzeichnis

    1. Definition: Was ist ein Imagefilm? 
    2. Warum Unternehmen einen Imagefilm erstellen sollten
    3. Praxisbeispiel Lehrbetrieb: So erstellen Sie einen perfekten Imagefilm in 6 Schritten 
    4. Mit diesem Workshop zum erfolgreichen Imagefilm 
    5. Häufig gestellte Fragen 

Definition: Was ist ein Imagefilm? 

Ein Imagefilm ist ein kurzer Film, der ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt in werblicher Form darstellt. Im Gegensatz zu klassischen Werbespots steht dabei nicht der direkte Verkaufsgedanke im Vordergrund. Vielmehr geht es um die emotionale Ansprache der Zielgruppe und die Markenbildung sowie -bindung. 

Warum Unternehmen einen Imagefilm erstellen sollten 

Ein Imagefilm bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, um ein positives Bild zu erzeugen und das Zielpublikum emotional zu erreichen. Die wichtigsten Vorteile sind: 

  • Authentische Darstellung: Mit einem Imagefilm können Unternehmen ihre Kernwerte und Vision authentisch vermitteln und dadurch Vertrauen schaffen. 

  • Gestärkte Markenbindung: Ein Imagefilm verleiht einem Unternehmen ein Gesicht, was die Marke stärkt und das Unternehmen von der Masse abhebt.

  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Von Website über Social Media bis Messen – Imagefilme erreichen verschiedene Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen.

  • Emotionale Ansprache: Durch gezieltes Storytelling und den Einsatz von Bildern und Musik werden Emotionen beim Zielpublikum geweckt.

  • Attraktive Arbeitgeber:innen: Das Unternehmen bietet einen authentischen Einblick in die Arbeitsatmosphäre, was dabei hilft, neue Talente zu gewinnen. 

  • Langfristige Wirkung: Eine hochwertige Filmproduktion sorgt dafür, dass Ihr Imagefilm im Gedächtnis bleibt und einen positiven Eindruck hinterlässt. 

Praxisbeispiel Lehrbetrieb: So erstellen Sie einen perfekten Imagefilm in 6 Schritten 

Anhand eines Lehrbetriebs zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Imagefilm erstellen – von der Zielsetzung bis zur Veröffentlichung. Natürlich lassen sich diese Schritte auch auf andere Unternehmen und Branchen anwenden. 

  Übrigens: Wenn Sie aktuell auf der Suche nach neuen Lehrlingen sind, lesen Sie unseren Artikel zu „8 Tipps für Unternehmen, um erfolgreich nach Lehrlingen zu suchen“. 

Schritt 1: Briefing 

Jeder Imagefilm beginnt mit einer ausführlichen und gründlichen Planung. Überlegen Sie sich daher zunächst, was Sie mit dem Film erreichen möchten.  

Folgende Fragen helfen Ihnen dabei, ein Briefing zu erstellen: 

       Wer ist Ihre Zielgruppe? 
       Wie lautet die Kernbotschaft? 
       Welches Ziel steht im Fokus? 
       Welche Werte wollen Sie betonen? 
       Auf welchen Kanälen soll der Film veröffentlicht werden? 
       Wie soll der Film gestaltet sein? 

 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Zielgruppe 

Potenzielle Lehrlinge, deren Eltern und Schulen, die Einblicke in die Ausbildungsmöglichkeiten erhalten sollen 

Kernbotschaft 

„Bei uns steht eine fundierte Lehrlingsausbildung mit Perspektive im Mittelpunkt.“ 

Ziel 

Mehr junge Leute für eine Lehre begeistern und die Karrieremöglichkeiten authentisch darstellen 

Werte 

Zusammenhalt, professionelle Ausbildung, innovative Arbeitsweisen 

Kanäle 

Instagram und TikTok, um junge Menschen direkt anzusprechen sowie Karriereseiten 

Gestaltung 

Ein moderner, emotionaler Stil mit authentischen Szenen aus dem Alltag der Lehrlinge 

 

Schritt 2: Konzept 

Auf Grundlage des Briefings legen Sie ein Konzept fest. Dieses beinhaltet die Idee für Ihren Imagefilm, bestehend aus einem Drehbuch und einem Storyboard. 

Während das Drehbuch die Inhalte detailliert beschreibt, zeigt das Storyboard, wie diese visuell umgesetzt werden. 

 Eine Darstellung von einem Storyboard auf einem Blatt Papier mit einem Stift. 

Unser Tipp: Ihr Imagefilm sollte nicht nur Fakten zeigen, sondern auch eine Geschichte erzählen. Nutzen Sie Storytelling, um Emotionen zu wecken und das Zielpublikum zu begeistern. 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Der Imagefilm begleitet einen Lehrling in seinen ersten Arbeitswochen. Im Laufe des Films zeigen kurze Szenen, wie sich der Lehrling ständig weiterentwickelt und etwas Neues dazulernt. Der Film endet mit einem gelungenen Projekt, das der Lehrling selbstständig abschließt. 

 

Schritt 3: Vorproduktion 

Im nächsten Schritt, in der Vorproduktion, starten die Drehvorbereitungen. Hier planen Sie alle notwendigen Details, um die reibungslose Umsetzung Ihrer Filmproduktion sicherzustellen. 

Die Vorproduktion beinhaltet dabei die Planung folgender Punkte: 

Zeitplan: Planen Sie die Drehtage und berücksichtigen Sie dabei Verfügbarkeiten von Teammitgliedern, Drehorten und Equipment. 

Drehorte: Wählen Sie geeignete Drehorte aus, die die gewünschte Atmosphäre und Botschaft Ihres Films unterstützen. 

Technik: Organisieren Sie die benötigte Filmausrüstung, wie Kameras, Beleuchtung und Tonaufnahmesysteme. 

Darsteller:innen: Entscheiden Sie, wer im Film auftreten soll – ob Mitarbeitende, Kund:innen oder professionelle Schauspieler:innen. 

Verantwortlichkeiten: Legen Sie fest, wer für welchen Bereich oder für welche Aufgaben verantwortlich ist. 

Rechtliches: Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Drehgenehmigungen und sonstige benötigte Dokumente vorliegen. 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Als Drehort könnte die Werkstatt gewählt werden, um den Lehrling bei seiner Arbeit zu zeigen. Für gemeinsame Aufnahmen im Team bietet sich der Gemeinschaftsraum an. Als Darsteller:innen fungieren nicht nur Lehrlinge, sondern auch die Ausbilder:innen. 

 

Schritt 4: Produktion 

In der Produktion wird nun das geplante Drehbuch umgesetzt – sei es durch Dreharbeiten am Set, Aufnahmen im Unternehmen oder durch Animationen und computergenerierte Inhalte. 

 Vor einem Bücherregal ist eine Videokamera positioniert, um einen Film aufzunehmen. 

 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Um authentische Einblicke in die Lehrlingsausbildung zu geben, könnten Aufnahmen im Betrieb gezeigt werden. Verschiedene Szenen stellen den Arbeitsalltag der Lehrlinge dar – von der Handhabung der Maschinen bis zur Zusammenarbeit im Team.  

 

Schritt 5: Postproduktion 

Wenn der Film fertig gedreht wurde, geht es an die Postproduktion – ein entscheidender Teil der Filmproduktion, bei dem der finale Imagefilm entsteht. 

Dieser Schritt beinhaltet folgende Aufgaben: 

Videoschnitt: Das Material wird gesichtet und es wird eine Vorauswahl getroffen. Aus den besten Szenen entsteht ein erster Rohschnitt. 

Effekte und Animationen: Visuelle Effekte oder animierte Elemente können hinzugefügt werden, um den Film ansprechender zu gestalten. 

Farbkorrektur: Der Rohschnitt wird durch eine Farbkorrektur aufgewertet. Die Farben werden angepasst, um eine stimmige Atmosphäre zu schaffen. 

Musik und Sounddesign: Hintergrundmusik wird perfekt auf die Szenen abgestimmt und Hintergrundgeräusche werden entfernt. 

Voiceover: Falls gewünscht, können Voiceovers von professionellen Sprecher:innen integriert werden. 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Es könnten Elemente wie emotionale Hintergrundmusik oder Text-Einblendungen bei Interviews hinzugefügt werden. Die Farbgestaltung könnte helle und freundliche Töne beinhalten, um ein positives Arbeitsklima zu vermitteln. 

 

Schritt 6: Veröffentlichung und Verbreitung 

Ihr Imagefilm ist fertig und bereit zur Veröffentlichung. Je nachdem, welche Zielgruppe und Kanäle Sie im 1. Schritt definiert haben, erfolgt die Verbreitung des Films nun über die passenden Plattformen. 

Möglich ist etwa die Veröffentlichung auf der eigenen Website, auf dem YouTube-Kanal, auf Messen und in Vorträgen oder in Newslettern. 

Beispiel Lehrbetrieb: 

Um junge Menschen anzusprechen, könnte der Imagefilm auf TikTok oder Instagram geteilt werden. Eine zusätzliche Veröffentlichung auf Karriereseiten oder Berufsmessen maximiert die Reichweite. 

 

Mit diesem Workshop zum erfolgreichen Imagefilm 

Wie können Sie dieses Wissen zur Filmproduktion nun in die Praxis umsetzen – und das am besten in einem motivierenden Umfeld für Ihr Team? Hier ist unser Inhouse-Workshop  „Film ab: Der Imagefilm für deinen Lehrbetrieb“ genau das Richtige für Sie. 

Was Sie erwartet: 

   Praxisnahes Lernen: Die Teilnehmenden lernen intuitiv zusammenzuarbeiten, sich vor der Kamera zu präsentieren und kreative Ideen umzusetzen. 

   Teambuilding: Die Lehrlinge entwickeln gemeinsam ein Konzept, arbeiten im Team an der Umsetzung und erleben einen aufregenden Drehtag mit unseren Expert:innen. 

   Professioneller Output: Das entstandene Videomaterial wird auf Wunsch von unseren Expert:innen zu einem fertigen, vielseitig einsetzbaren Imagefilm verarbeitet. 

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Häufig gestellte Fragen 

Wie lange sollte ein Imagefilm sein? 

Die Länge eines Imagefilms hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Zielgruppe, Botschaft und Verwendungszweck. In der Regel sollte ein Imagefilm zwischen 2 und 3 Minuten lang sein. Für Social Media kann der Film auch kürzer ausfallen. 

Was kostet ein Imagefilm? 

Die Kosten eines Imagefilms variieren je nach Umfang und Komplexität des Projekts. Ein einfacher Imagefilm kann zwischen 1.500 und 5.000 Euro kosten, während aufwendigere Produktionen bei 10.000 bis 30.000 Euro liegen können. 

Kann ich einen Imagefilm erstellen, auch wenn ich wenig Erfahrung damit habe? 

Ja, auch ohne viel Erfahrung können Sie einen Imagefilm erstellen. Viele Filmproduktionsfirmen bieten Unterstützung bei der Planung und Umsetzung. Zudem gibt es Weiterbildungsangebote, die Ihnen bei der Erstellung helfen können – z.B. der Workshop „Film ab: Der Imagefilm für deinen Lehrbetrieb“. 

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