Dieser Tage vielfach diskutiert und unter Experten eine ernste Bedrohung für die Wirtschaft: die neuen schärferen Quarantäneregeln durch die Omikron-Variante.  

 

Betriebsrisiko Quarantäne 
Bisher galt eine Dauer von 10 Tagen bei einer Quarantäne Verhängung, wobei nach 5 Tagen sogar ein Freitesten möglich war. Ebenso wurden geimpfte und genesene Personen als K2-Person eingestuft. Nun gilt eine 14-tägige Quarantänedauer unabhängig davon, ob geimpft oder genesen und auch ohne Chance auf vorzeitiges Beenden durch Freitesten. Diese Verschärfung kann für die Wirtschaft ganz schnell zu einem veritablen Problem werden und es ist den Betrieben anzuraten sich auf einen Belegschaftsausfall von bis zu 30 % vorzubereiten. 

Zusätzliche Herausforderung Krankenstand 
Denn nicht nur Ausfälle, die durch Corona bedingt sind, nehmen nun zu, auch die Grippe Saison mit einer naturgemäß steigenden Anzahl an Krankenständen belastet Betriebe und Produktionsplanungen. Aber nicht nur Fragen zur Produktionsplanung beschäftigen Betriebe beim Thema Krankenstand oder Quarantäne, auch arbeitsrechtlich ergeben sich dabei immer neue Fragestellungen. Insbesondere beim Thema Entgeltfortzahlung im Krankenstand kommen sowohl bei Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern offene Punkte auf.  

Pflichten bei Krankenstand 
Wichtig ist das beide Seiten Rechte und Pflichten haben, die es einzuhalten gilt. Arbeitnehmer müssen beispielsweise unbedingt darauf achten die Arbeitsverhinderung unverzüglich dem Arbeitgeber mitzuteilen. Arbeitgeber hingegen dürfen eine Krankenstandsbestätigung verlangen und nur wenn der Arbeitnehmer dieser Aufforderung nicht nachkommt, dann verliert er eine Entgeltfortzahlung während des Krankenstandes. 

Arbeiten trotz Quarantäne 
Was gilt nun aber bei Quarantäne – ist das ein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit? Dies ist nicht eindeutig zu beantworten. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, wenn es sich um eine Quarantäne aufgrund einer symptomatischen Erkrankung handelt, ist diese genau so zu behandeln wie ein Krankenstand, der Arbeitnehmer muss sich krankmelden und bei entsprechender Aufforderung eine Krankenstandsbestätigung vorweisen. Handelt es sich um eine Absonderung als K1 Kontaktperson dann muss sich der Arbeitnehmer prinzipiell arbeitsbereit halten und etwaige Aufgaben im Homeoffice verrichten. 

Sie haben mehr Fragen rund um Krankenstand und Fehlzeiten? Hier erfahren Sie mehr dazu.

Meistgelesen