Vieles hat sich in den letzten zwölf Monaten verändert, auch rund um die Lehrlingsausbildung. Wir haben Tipps gesammelt, wie Sie Ihre Ausbildung optimieren können!
 

Lehrlingsausbildung in der Krise?

Ob die Ausbildung im und mittels Homeoffice, die Absage von Recruiting-Messen oder der starke Rückgang der Bewerberzahlen: Ausbilder sind in diesen Zeiten stärker gefordert denn je. Denn diese nicht vorhersehbare Krise zeigt schonungslos auf, was teilweise schon seit langem nicht funktioniert, aber durch den hohen persönlichen Einsatz der Ausbilder ausgeglichen werden konnte. Dauerbrenner-Themen – wie Mängel in der Digitalisierung, Schulbildung und Imagekorrektur der Lehre – wirken sich nun deutlich stärker aus als in den Jahren zuvor.

Best Practices – Lernen von anderen als wirksame Strategie

Um auf all diese Herausforderungen reagieren zu können, sind Wissen und Austausch untereinander die wirksamsten Strategien. Zudem braucht es Zugang zu Best Practices von anderen Ausbildungsbetrieben, um praxiserprobte Lösungen übernehmen zu können. Dabei geht es um pragmatische Lösungen, die Zielerreichung muss dabei im Vordergrund stehen. Viele Unternehmen haben neue Wege ausprobiert, dabei dazugelernt, optimiert und erfolgreich umgesetzt. Solche Beispiele sparen Zeit und geben Ideen für eigene Umsetzungen. Der Austausch mit anderen Ausbildern bringt auch neue Ideen – vor allem aber das Gefühl, die vielfältigen Herausforderungen nicht allein bewältigen zu müssen.

Im aktiven Kontakt bleiben

Bleiben Sie aber auch mit Ihren Lehrlingen im aktiven Austausch! Bei Homeoffice und Teameinteilungen leidet oftmals der persönliche Kontakt. Vereinbaren Sie daher fixe Zeiten für Telefonate oder Videokonferenzen. Solche fixen Austauschzeiten sind ideal, um Lehrlinge darüber informiert zu halten, was im Betrieb passiert. Genauso können Sie sich dabei vergewissern, was Ihre Lehrlinge zuletzt erledigt haben, wo Fragen offen und welche Ausbildungsschritte geplant sind. Auch ein virtueller Ausbildungsstammtisch kann hilfreich sein: Zu einer fixen Zeit stehen Sie und andere Ausbilder dabei in einem virtuellen Raum zum Austausch zur Verfügung – ganz informell und ohne Zwang.

Organisieren Sie eventuell auch Austauschrunden, bei denen die Lehrlinge unter sich bleiben. Dazu können Sie Lehrlinge aus dem letzten Lehrjahr als Organisatoren gewinnen und mit der Leitung und Abwicklung beauftragen. Geben Sie nur die Rahmenbedingungen wie Uhrzeit, Mindestanzahl an Teilnehmern und eventuell die Plattform vor und lassen Sie alles andere Ihre Lehrlinge selbst organisieren. Solche Lehrlingsnetzwerke tragen nicht nur in Corona-Zeiten zu höherer Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen bei.

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Frei gewordene Zeiten nutzen

Zwar hat sich in vielen Betrieben bereits wieder eine gewisse Normalität eingestellt, für die Zukunft braucht es aber Lösungen für die weitreichenden Herausforderungen im Recruiting, E-Learning und Ausbilden auf Distanz. Nutzen Sie Zeiten, die durch den Wegfall von Fahrten ins Büro oder weniger interne Meetings im Betrieb frei werden, um sich darauf vorzubereiten.

 

👉 Tipp: Gerade in diesen Zeiten sind Netzwerk-Events wie der Online-Ausbildertag wichtiger denn je. Um gemeinsam die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen und die Ausbildung der Fachkräfte von morgen zu sichern.

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